Grundsätzlich kann man beim Spielen von Oblivion nichts falsch machen, so finde ich. Ich denke, wir spielen das Game ziemlich ähnlich, nur dass ich immer den Drang verspüre, alle angenommenen Quest auch abzuschliessen. Jedoch muss es irgendwie zur Motivation meiner Figur passen. Also wegen einer Weinflasche renne ich nicht über den halben Kontinent. Vielleicht bin ich dann mal per Zufall in der Gegend. Ich bin einerseits auch sehr stark vom Entdecken getrieben (besonders in Dörfern und Städten muss ich jedes Schloss einmal geknackt haben

), andererseits aber auch von einer reininterpretierten Glaubwürdigkeit meiner Figur. Es muss sich eine stimmige Geschichte ergeben...ein Rollenspiel eben.
Wie bereits erwähnt habe ich entsprechend viel Zeit (bestimmt waren es auch um die 20 Stunden) bereits in der grossen Hauptstadt Cyrodiil verbracht. In der geschriebenen Geschichte von Radu'll ist das um einiges zusammengefasst. Dass du noch kein Tor gesehen hast, ist also nicht weiter verwunderlich, zumal man als Spieler, der keine Infos aus dem Netz zieht (Fanseiten), keine Ahnung hat, wo diese Tore sind. Wäre mir auf dem Weg zu dieser Grauen Prinz Quest nicht dieser Elfe entgegengerannt, wäre ich so schnell nicht nach Kvatch gegangen (sorry, soviel hast du dir wahrscheinlich bereits selber gespoilert). Na ja, ich bin dann ja aber auch gescheitert.
An dieser Stelle wäre es vielleicht noch wichtig anzumerken, dass ich Oblivion mit einer grossen Menge an Plugins gespielt habe. Dem riesigen Skelettkrieger wirst du also nicht begegnen, dem Zyklopen wahrscheinlich auch nicht. Ausserdem leveln die Gegner in der Grundversion von Oblivion mit dem Spieler mit, was ich durch Plugins deaktiviert habe. Du würdest es also nicht halb so schwer haben auf der Oblivion-Ebene.
Das ist im Übrigen einer der grössten Krtikpunkte, die Oblivion einfahren musste: die mitlevelnden Gegner. Auf diese Weise war es theoretisch möglich überall in ganz Cyrodiil hinzugehen, ohne auf zu starke Gegner zu treffen. Das ist natürlich absoluter Blödsinn. Jedenfalls für jemanden wie mich, der sehr viel Wert auf eine stimmige Welt legt. Erst durch das Aushebeln des Mitlevelns konnten mir überhaupt solche Geschichten wie in der jüngsten Radu'll Episode widerfahren. Das verhinderte, dass mir das Spiel langweilig wurde, denn es gab immer noch einen Ort, wo ein Gegner auf mich wartete, der eine besondere Herausforderung darstellen würde.
Die Lawine an Plugins, die ich installiert habe, haben das Spiel für mich grundsätzlich um einiges schwieriger gemacht. Aber auch logischer. Stelle man sich jemanden vor, der ziemlich viel Last mit sich schleppt, sich aber immer noch flink wie ein Wiesel bewegt. Dann plückt er spontan eine Erdbeere, erstarrt urplötzlich und kann sich nicht mehr fortbewegen: maximale Tragekapazität erreicht -_- Durch ein Plugin kann ich mit der Erdbeere, die über das Maximum geht weiterhin gehen, verliere aber mehr Ausdauer dabei. Übertreibe ich es mit der Überschreitung des Maximums, fällt mein Charakter früher oder später einfach um
Die Plugins haben mir Oblivion um viele viele Stunden spielenswerter gemacht. Es kann also alleine aufgrund dieser Plugins sein, dass Radu'lls Geschichte sich nicht mit deiner decken wird. Aber wenn du dir bspw. die Quest um den grauen Prinzen nicht vermiesen willst, liest du die mindestens die nächste Episode besser nicht. Danach folgt (soweit ich mich erinnern kann) Radu'lls Werdegang in der Arena. Wenn du die auch machen willst, liest du die Episoden wohl am besten erst im Nachhinein
Hach, ich verfalle beinahe wieder in Oblivion-Spielelust...